Donnerstag, 31. Mai 2007

T-Systems Chef Pauly gefeuert ?

Findet damit die kalte Übernahme der T-Com, durch T-Mobile, ihr vorläufiges Ende?

Artikel Fokus.de
Artikel Finanznachrichten.de

Aus der Presse

Artikel aus dem Wochenspiegel Idar-Oberstein.

Wichtige Links

Ab heute findet Ihr im linken Menü die direkte Verknüpfung mit den aktuellen Pressemitteilungen von ver.di. Auch die Flugblätter und Solidaritätsadressen sind hier direkt abrufbar.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Stand der Dinge

Hinter den folgenden Links verbirgt sich der aktuelle Stand der Dinge, für jeden nachlesbar.
Beim Klicken auf ein Thema stellen sich Euch die offiziellen PDFs zur Verfügung:

Drohliste Telekomvorstand

ver.di Grundsatzerklärung

Tarifinfo 13 "T-Service" zur Urabstimmung

Pdf Version des ver.diPublik extrablatts, zum versenden

ver.di Gesamtorganisation steht hinter uns, Aktionen am 30.05.07

Streiktag Nr 24.

Für den ein oder anderen wird es ein langer Streiktag werden, denn er begann bereits heute Morgen um 4:45 am Bauhof Trier. Emsige Frühaufsteher verteilten zu dieser Zeit bereits Informationen zu unserer heutigen Protestkundgebung vor dem Rathaus in Trier und ein ver.di extrablatt zum Streik bei der DTAG. Bis 9:00 Uhr wurde diese Aktion auch an 7 weiteren Betrieben der Stadt Trier durchgeführt. Es war erfreulich mit anzusehen, mit welcher Selbstverständlichkeit unsere Kolleginnen und Kollegen wildfremde Beschäftigte anderer Betriebe ansprachen um sie für unsere Streikposition bzw. unsere Protestaktion zu gewinnen.

Den ein oder anderen hat diese Aktion bestimmt Überwindung gekostet. Er wurde dafür letztlich aber in den meisten Fällen mit Verständnis, Zuspruch und Ermunterung zum Durchhalten belohnt. Das macht doch Mut!

Die Kolleginnen und Kollegen der „gelben Post“ in der Moltkestraße brauchten gar nicht aufgeklärt zu werden. Sie kannten die Situation bereits bis ins Detail.

Nach einem erholsamen Streikfrühstück fanden sich die streikenden Beschäftigen auf dem Augustinerhof ein. Wer würde denn da sonst noch dazu stoßen?

Ein Blick über die Menge als die Kundgebung um 11:00 Uhr begann zeigte dann doch eine gute Portion Solidarität. Beamte der T-Com, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Beschäftigte der „gelben Post“, selbst Telekom-Senioren und Schüler des nahe liegenden Hindenburggymnasiums gesellten sich dazu um unseren Protest zu unterstützen. Etwa 300 Menschen folgten konzentriert und sehr aktiv den Reden auf dem Augustinerhof.

Manfred Fritschen, ver.di, Bezirk Trier, FB9, eröffnete die Kundgebung, die nach seinen Angaben zeitgleich in vielen Städten stattfände unter der Beteiligung aller Fachbereiche von ver.di. Erneut forderte er eindringlich eine starke Einflussnahme der Politik zugunsten der Beschäftigen im Sinne einer guten sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung ein. Er schilderte, mit welcher ernormen Härte und Rücksichtslosigkeit der Vorstand auf die Beschäftigten einwirke und schilderte die Folgen für die Beschäftigten anderer Unternehmen, wenn der Vorstand in seinem Vorgehen erfolgreich wäre.

„Das Maß ist voll!“: rief er und wurde von der Menge lautstark begleitet.

Manfred Tölkes, ver.di, Sparte Festnetze, mutmaßte, dass nicht nur das Rad-Sport Team Telekom unter Doping bzw. Drogeneinfluss gestanden habe. Ganz offensichtlich leide auch das Telekom-Vorstandsmitgliedes Höttges unter Wahrnehmungsstörungen. Beweis sei dessen Statement im Intranet. Hatte er doch tatsächlich behauptet, unser Streik hätte auf den Kundenservice der T-Com nur bei der Entstörung einen geringfügigen Einfluss und ansonsten wäre alles im Lot. Gelächter, und ungläubiges Kopfschütteln war die Reaktion der Menge.

Der neue Personalchef der DTAG Sattelberger hatte da „noch einen Drauf gesetzt“ mit der Behauptung, es täte ihm in der Seele weh, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die schlechteren Tarifverträge aufnötigen zu müssen. „Oh, das ist aber wirklich traurig!“ war der Kommentar der Menge. Auch Manfred Tölkes forderte die Politiker auf sich einzuschalten. Was nütze der Kündigungsschutz, wenn den ungekündigten Mitarbeitern ein Arbeitsplatz in einer ganz anderen Region angeboten würde. Auch der Standort Trier wäre gefährdet.

Roland Wölfel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, überbrachte zunächst die solidarische Unterstützung von Jürgen Peter, dem 1. Vorsitzenden der IG Metall. Er versicherte, unser Streik sei berechtigt aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit und unsere Forderungen seien in jedem Fall angemessen. Am Beispiel BenQ machte er deutlich, dass Ausgründungen keineswegs Arbeitsplätze sichere, so wie es unser Vorstand immer behaupte. Auch Trierer Unternehmen wie z. B. TSW, Aubi versuchten sich mit unentgeltlicher Mehrarbeit und Lohnkürzungen zu sanieren. (Der Vergleich hinkt in dem Punkt, dass die DTAG im Gegensatz zu diesen Unternehmen ja noch dazu einen hohen Gewinn erwirtschaftet).

Mit viel Ausdruckskraft und Begeisterung übergaben Ruth Heidweiler und Walter Kesseler eine Unterschriftenliste der Betriebsgruppe „Post Brief“ Trier. Sie sagten uns die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen der gelben Post zu. „Weiter Kämpfen!“ war ihr Ansporn.

Der Streik geht weiter! waren auch die Abschlussworte von Manfred Fritschen. Er bedankte sich herzlich für die Hilfe am heutigen Tag insbesondere bei den Frühaufstehern.


Noch eine persönliche Anmerkung:

Eine Spur ernster waren heute die streikenden Beschäftigten. Es ist so ruhig und auch das ist Zermürbungstaktik unseres Vorstandes. Unsere Auseinandersetzungen werden zunehmend „nicht öffentlich“ und zunehmend härter. Niemand von uns weiß (auch der Vorstand nicht!) wann und mit welchem Ergebnis der Streik beendet wird. Und genau deshalb gibt es nur ein nach Vorne. So und nur so erhalten wir uns die Chance zu einem fairen Kompromiss. Wenn wir jetzt zurück gingen hätten wir überhaupt kein Ergebnis und auch überhaupt keinen Einfluss mehr für lange, lange Zeit.

Astrid Thesen

Dienstag, 29. Mai 2007

Leih- und Zeitarbeitszuschrift

Ich bin über Adecco als Leih- und Zeitarbeiter bei der Störungsannahme zur „Unterstützung während Spitzenzeiten“ eingestellt. Da die Telekom Adecco damit drohte, dass wir entlassen werden sobald wir nicht mehr zur Arbeit erscheinen, gehen wir zur Zeit noch arbeiten.

Vor allem bei der Störungsannahme sind die Auswirkungen des Streiks stark spürbar.

Ständig haben wir Nachfragen zu vor Tagen und Wochen aufgenommenen Störungen die nicht bearbeitet wurden, vor allem die Stürme der letzten Tage haben nochmal das Callvolumen verstärkt. Einen Großteil der Arbeit verbringe ich mit der Beruhigung der Kunden – die „Verstärkung“ durch Subunternehmen erscheint mir eher lachhaft.

Daher klingt die Aussage des Vorstandes, Privatkunden seien praktisch nicht betroffen von den Streiks, für mich wie der blanke Hohn! Privat- wie auch Geschäftskunden erfahren nun zum ersten Mal wie wichtig unsere Abteilung und vor allem wie wichtig gute Techniker und die koordinierenden Abteilungen sind!

Ich beschmutze zwar nicht gern mein eigenes Nest, muss mir aber auch zunehmend eingestehen, dass mir oft Kollegen fehlen zu denen ich kurz rüber gehen kann und Hilfe in schwierigen Situationen erhalte.

Ich hoffe, dass der Streik seine Wirkung zeigt und bei der Telekom wieder das Motto „gutes Geld für gute Arbeit“ gilt und nicht „Geiz ist Geil“. Service ist der einzige Unterschied für den Kunden zwischen der Telekom und anderen Netzbetreibern- wie soll es aber diesen Service geben können, wenn es keine geschulten Mitarbeiter gibt und niemanden der gerne zur Arbeit geht? Das größte Kapital des Unternehmens besteht in den Mitarbeitern und ich finde es lohnt sich für deren Recht zu kämpfen!

Montag, 28. Mai 2007

ver.di Stellungnahme zur "Telekom Pfingstdrohung"

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

unter folgendem Link könnt Ihr die ver.di Stellungnahme zur Pfingstdrohung des Telekomvorstandes nachlesen:

ver.di Stellungnahme