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Donnerstag, 14. Juni 2007

ver.di Brückenaktion Wiesbaden - Mainz (RP - Hessen) zur Telekomauseinandersetzung

Demo Mainz 14.06.07
Fotos: Robert Kesseler /Manfred Fritschen

3.500 Teilnehmer aus den ver.di Landesbezirken Rheinland-Pfalz und Hessen bildeten eine Menschenkette von Wiesbaden über den Rhein nach Mainz (Malakoff Terrasse). Uwe Klemens begrüßte die Teilnehmer, die designierte SPD stellvertretende Vorsitzende der SPD Andrea Nahles war aus Berlin angereist um zu den Teilnehmern der Kundgebung zu sprechen. Die Teilnehmer machten ihr gegenüber auch deutlich wie tief ihre Entäuschung gegenüber der Politik sitzt.

Weitere Infos: Kundgebung Mainz 13 Juni 07


Dienstag, 12. Juni 2007

Aktion Mittwoch 13.06.07

Hallo liebe Kollegen,

der Streik kommt anscheinend in eine entscheidende Phase! Die Töne des Arbeitgebers werden langsam friedlicher; zumindest auf hoher Ebene. Die Politik hat auch langsam erkannt, dass auf Dauer die Taktik des Wegduckens nicht aufgeht. Die Politik macht zur Zeit massiv Druck auf den Vorstand. Einige Politiker stellen inzwischen selbst Obermann in Frage. Unsere Beharrlichkeit beginnt sich auszuzahlen aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Deshalb wollen wir mit allen Streikenden am Mittwoch den 13.06.07 zu einer weiteren Protestkundgebung nach Mainz fahren. Der genaue Ablauf habe ich im bAkL Nr. 11 angehängt.

Ich würde vorschlagen, dass die Busse folgendermaßen abfahren:

um 08:45 Uhr Bitburg, Güterstr.
um 09:15 Uhr Prüm, Mitnahmeparkplatz B 410/B51
um 09:45 Uhr Gerolstein, Brunnenstr.
um 09:00 Uhr Trier, Wasserweg
um 09:00 Uhr Wittlich, Kalkturmstr.

Die Kolleginnen und Kollegen aus Idar-Oberstein fahren mit dem Zug nach Mainz.
Ansprechpartner sind Ralf und Roland.

Falls ihr Änderungswünsche habt, sollten wir die morgen früh besprechen.



Manfred Tölkes



Freitag, 1. Juni 2007

ver.di Telekom Aktion zur Eröffnungsfeier der Konstantinausstellung in Trier

Aktion zur Eröffnungsfeier der Konstantinaustellung
Fotos: Robert Kesseler

Anlässig der Eröffnung der Konstantinausstellung besuchte eine Delegation der streikenden Telekomkollegen und Kolleginnen in Trier die Eröffnungsveranstaltung in der Basilika.
Am Ende der Eröffnungsveranstaltung übergaben sie Ministerpräsident Kurt Beck 584 Unterschriften von Trierer Bürger gegen die Lohnkürzungs- und Ausgliederungspläne der Telekom.

Der ver.di- Bezirksfachbereichsvorsitzende für den Telekombereich Trier Manfred Fritschen forderte den Ministerpräsidenten auf die Wut und den Widerstandswillen der Telekomkollegen gegen die Kürzungspläne zur Kenntnis zu nehmen. Er sprach auch über die Enttäuschung gegenüber der Politik. Der Ministerpräsident betonte, dass er sehr genau die Geschehnisse beobachte und dies vor allem auch im Bezug auf die Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz. In vielen Gesprächen mit Gewerkschaftern, Politikern und auch Telekomvorständen versuche er auf den Konflikt Einfluss zu nehmen. Kurt Beck versicherte den Streikenden, dass er seine Herkunft nicht vergessen hat.

Manfred Fritschen

Mittwoch, 30. Mai 2007

ver.di Gesamtorganisation steht hinter uns, Aktionen am 30.05.07

Streiktag Nr 24.

Für den ein oder anderen wird es ein langer Streiktag werden, denn er begann bereits heute Morgen um 4:45 am Bauhof Trier. Emsige Frühaufsteher verteilten zu dieser Zeit bereits Informationen zu unserer heutigen Protestkundgebung vor dem Rathaus in Trier und ein ver.di extrablatt zum Streik bei der DTAG. Bis 9:00 Uhr wurde diese Aktion auch an 7 weiteren Betrieben der Stadt Trier durchgeführt. Es war erfreulich mit anzusehen, mit welcher Selbstverständlichkeit unsere Kolleginnen und Kollegen wildfremde Beschäftigte anderer Betriebe ansprachen um sie für unsere Streikposition bzw. unsere Protestaktion zu gewinnen.

Den ein oder anderen hat diese Aktion bestimmt Überwindung gekostet. Er wurde dafür letztlich aber in den meisten Fällen mit Verständnis, Zuspruch und Ermunterung zum Durchhalten belohnt. Das macht doch Mut!

Die Kolleginnen und Kollegen der „gelben Post“ in der Moltkestraße brauchten gar nicht aufgeklärt zu werden. Sie kannten die Situation bereits bis ins Detail.

Nach einem erholsamen Streikfrühstück fanden sich die streikenden Beschäftigen auf dem Augustinerhof ein. Wer würde denn da sonst noch dazu stoßen?

Ein Blick über die Menge als die Kundgebung um 11:00 Uhr begann zeigte dann doch eine gute Portion Solidarität. Beamte der T-Com, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Beschäftigte der „gelben Post“, selbst Telekom-Senioren und Schüler des nahe liegenden Hindenburggymnasiums gesellten sich dazu um unseren Protest zu unterstützen. Etwa 300 Menschen folgten konzentriert und sehr aktiv den Reden auf dem Augustinerhof.

Manfred Fritschen, ver.di, Bezirk Trier, FB9, eröffnete die Kundgebung, die nach seinen Angaben zeitgleich in vielen Städten stattfände unter der Beteiligung aller Fachbereiche von ver.di. Erneut forderte er eindringlich eine starke Einflussnahme der Politik zugunsten der Beschäftigen im Sinne einer guten sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung ein. Er schilderte, mit welcher ernormen Härte und Rücksichtslosigkeit der Vorstand auf die Beschäftigten einwirke und schilderte die Folgen für die Beschäftigten anderer Unternehmen, wenn der Vorstand in seinem Vorgehen erfolgreich wäre.

„Das Maß ist voll!“: rief er und wurde von der Menge lautstark begleitet.

Manfred Tölkes, ver.di, Sparte Festnetze, mutmaßte, dass nicht nur das Rad-Sport Team Telekom unter Doping bzw. Drogeneinfluss gestanden habe. Ganz offensichtlich leide auch das Telekom-Vorstandsmitgliedes Höttges unter Wahrnehmungsstörungen. Beweis sei dessen Statement im Intranet. Hatte er doch tatsächlich behauptet, unser Streik hätte auf den Kundenservice der T-Com nur bei der Entstörung einen geringfügigen Einfluss und ansonsten wäre alles im Lot. Gelächter, und ungläubiges Kopfschütteln war die Reaktion der Menge.

Der neue Personalchef der DTAG Sattelberger hatte da „noch einen Drauf gesetzt“ mit der Behauptung, es täte ihm in der Seele weh, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die schlechteren Tarifverträge aufnötigen zu müssen. „Oh, das ist aber wirklich traurig!“ war der Kommentar der Menge. Auch Manfred Tölkes forderte die Politiker auf sich einzuschalten. Was nütze der Kündigungsschutz, wenn den ungekündigten Mitarbeitern ein Arbeitsplatz in einer ganz anderen Region angeboten würde. Auch der Standort Trier wäre gefährdet.

Roland Wölfel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, überbrachte zunächst die solidarische Unterstützung von Jürgen Peter, dem 1. Vorsitzenden der IG Metall. Er versicherte, unser Streik sei berechtigt aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit und unsere Forderungen seien in jedem Fall angemessen. Am Beispiel BenQ machte er deutlich, dass Ausgründungen keineswegs Arbeitsplätze sichere, so wie es unser Vorstand immer behaupte. Auch Trierer Unternehmen wie z. B. TSW, Aubi versuchten sich mit unentgeltlicher Mehrarbeit und Lohnkürzungen zu sanieren. (Der Vergleich hinkt in dem Punkt, dass die DTAG im Gegensatz zu diesen Unternehmen ja noch dazu einen hohen Gewinn erwirtschaftet).

Mit viel Ausdruckskraft und Begeisterung übergaben Ruth Heidweiler und Walter Kesseler eine Unterschriftenliste der Betriebsgruppe „Post Brief“ Trier. Sie sagten uns die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen der gelben Post zu. „Weiter Kämpfen!“ war ihr Ansporn.

Der Streik geht weiter! waren auch die Abschlussworte von Manfred Fritschen. Er bedankte sich herzlich für die Hilfe am heutigen Tag insbesondere bei den Frühaufstehern.


Noch eine persönliche Anmerkung:

Eine Spur ernster waren heute die streikenden Beschäftigten. Es ist so ruhig und auch das ist Zermürbungstaktik unseres Vorstandes. Unsere Auseinandersetzungen werden zunehmend „nicht öffentlich“ und zunehmend härter. Niemand von uns weiß (auch der Vorstand nicht!) wann und mit welchem Ergebnis der Streik beendet wird. Und genau deshalb gibt es nur ein nach Vorne. So und nur so erhalten wir uns die Chance zu einem fairen Kompromiss. Wenn wir jetzt zurück gingen hätten wir überhaupt kein Ergebnis und auch überhaupt keinen Einfluss mehr für lange, lange Zeit.

Astrid Thesen

Montag, 28. Mai 2007

Aufruf zum 30. Mai '07

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 30.Mai steht die nächste ver.di Aktion in Trier an.
Den dazugehörigen Aufruf mit allen wichtigen Angaben findet Ihr unter folgendem Link:

Aufruf zur Tarifauseinadersetzung am 30.05.07

Manfred Fritschen

Donnerstag, 24. Mai 2007

20. Streiktag Kundgebung in Mainz

Kundgebung Mainz 23.05.07
Fotos: Robert Kesseler

Mittwoch 23.05.07 20. Streiktag

Pünktlich um 8:00 Uhr heute Morgen sind die Busse von den Standorten Trier, aber auch von Gerolstein und Idar-Oberstein zur Kundgebung nach Mainz aufgebrochen. Spannend ist dabei die Frage, wie viele Kolleginnen und Kollegen werden heute unsere Ziele unterstützen. Wieso eigentlich spannend? Die vergangenen 19 Streiktage haben bewiesen, dass die Möglichkeit seinen Unmut zu äußern zahlreich und zuverlässig genutzt wird und so ist es auch heute gewesen. 170 Kolleginnen und Kollegen aus Trier und Umgebung haben den Weg nach Mainz gefunden.

Die Stimmung in den Bussen war gelassen und heiter. Die Menschen sind halt davon überzeugt, dass sie das Richtige tun.

In Mainz, am Jockel-Fuchs-Platz trafen wir auf weitere Mitstreiter. Ein starkes Bild, wenn sich aus allen Richtungen Streikwesten, rote Kappen, und Verdi-Fahnen zu einer großen Menge vereinigen.

Brasilianische Sambaklänge sorgten auf dem Platz für eine beschwingte, positive Stimmung und dann marschierten wir los in Richtung Hauptbahnhof Mainz. Ein Blick zurück zeigte uns eine nicht enden wollende Schlange tapferer Streiker, die sich durch die Mainzer Innenstadt bewegte, begleitet von Bongotrommeln und Pfeifen.

Auf dem Bahnhofsvorplatz haben sich schließlich 1 800 Kolleginnen und Kollegen eingefunden. Andreas Wiese, RLP-Saar, begrüßte die Menge. Brigitte Jakob berichtete von ähnlichen Problemen bei anderen Großen Unternehmen im Bereich der IG Druck, sie versicherte ihre Unterstützung und ermunterte die Beschäftigen der T-Com zum durchhalten.

Im nächsten Beitrag machte Kurt Hau, FB 09 RLP-Saar mit sehr großem Nachdruck deutlich, dass der Vorstand der DTAG mit Halbwahrheiten versucht, die Öffentlichkeit zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Er hat in seiner Rede viele Dinge gerade gerückt. Besonders energisch hat er auch an die Übernahme der sozialen Verantwortung der Regierung insbesondere der des Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz gefordert.

Manfred Tölkes schilderte eindrucksvoll die Situation „vor Ort“. Die Beschäftigten werden an manchen Stellen auch in unserer Region tatsächlich von ihren Führungskräften unter Druck gesetzt. (Man meint ja immer, man ist bei uns davon nicht betroffen) Er berichtete von vorgetäuschten Notsituationen, um die Beschäftigten vom Streik abzuhalten und von Prämien (Kopfgeld), die die Führungskräfte erhielten, wenn sie sich als Streikbrecher profilierten. Das ist unlauter! Ein Satz, der sich besonders eingeprägt hat lautet:

Ja meint denn der Vorstand, er kann mit Geld alles und alle kaufen?

Das Schlusswort wurde von Christine Gothe (stellv. LBz-Vors.RLP) wahrgenommen.

Auch sie versicherte uns ihre Unterstützung. Sie sprach strategische Fehler der Vergangenheit an und insbesondere die Signalwirkung, die einträte wenn der Vorstand seinen Willen durchsetzen kann.

Mit Beifallsstürmen und allen zur Verfügung stehenden akustischen Mitteln hat die Menge die Beiträge der Redner honoriert.

Am Ende wurden die verdi-Teilnehmer an der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt für ihren Einsatz gelobt.

So wie in Mainz haben sich in weiteren Städten der BRD ca. 25.000 Beschäftigte der T-Com zusammengeschlossen um zu rufen „so geht das nicht“.

Die heutige Erfahrung zeigt, dass Menschen das Äußerste an Energie und Ausdauer einbringen, wenn sie ein Ziel haben mit dem sie sich identifizieren können. Es müsste Herrn Obermann doch langsam klar werden, welches Potential in den Beschäftigten der T-Com schlummert.

Astrid Thesen

Dienstag, 22. Mai 2007

19. Streiktag in Trier

22.05.2007 19. Streiktag in Trier

Die streikenden Trierer Beschäftigten trafen sich in der Fleischstraße. Ver.di FB TK/IT Landesleiter Kurt Hau sprach bei bestem Wetter zu den anwesenden Beschäftigten. In einer Einschätzung der aktuellen Situation stellte er fest, dass es derzeit keine Veränderung in den Verhandlungen gibt. Auch das in der Presse dargestellte Ergebnis des Gespräches im Bundesfinanzministerium konnte er nicht bestätigen.

Auf die Frage wie lange ver.di noch „Streikgeld“ habe, sagte Kurt Hau dass „wir bis zum Jahresende“ durchgehend den Streik fortführen können, wenn es notwendig ist.

Die Gesamtorganisation (13 Fachbereiche) ver.di werde schon bald die Kolleginnen und Kollegen des Fachbereiches TK/IT unterstützen um so den Druck weiter zu erhöhen. „Es geht nicht mehr um die Telekom alleine - es geht um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Bundesrepublik“. Wenn die Dämme bei der Telekom brechen wird schnell das ganze Land überschwemmt werden. Dies muss mit allen Mitteln verhindert werden.

Mit Ausblick auf Morgen erwähnte Manfred Tölkes das die Großdemo von ver.di in Mainz - durch die hohe Zahl von Teilnehmern- die „Wut und Enttäuschung“ der Beschäftigten widerspiegeln werde. Die noch zu führenden Gespräche mit der Staatskanzlei in Mainz werden hiervon sicherlich nicht unberührt bleiben.

Auf die Frage was kann ich tun?

Wurden die Teilnehmer aufgefordert, mit den in ihrer Region vorhandenen politischen Vertretern in den Parteien, im Landtag RP und dem Bundestag Kontakt aufzunehmen und ihnen die persönliche Situation zu schildern. Sie können diese um Unterstützung bitten.
Nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ können wir so eine neue Sicht der Dinge in der Politik erzeugen. Eine Liste der Parlamentarier unserer Region ist bei Gisela Windisch zu erhalten.

Nach der Kundgebung zogen die Streikenden Kolleginnen und Kollegen durch die Innenstadt von Trier, verteilten 2000 Flugblätter und sammelten in nicht einmal 2 Stunden ca. 500 Unterstützungsunterschriften. Die Bürger und Bürgerinnen waren aufgeschlossen und fanden den Streik als die „einzig richtige und mögliche Reaktion“ auf das Vorgehen des Telekomvorstandes.

Manfred Fritschen

Sonntag, 20. Mai 2007

Veranstaltung in Saarbrücken

Saarbrücken 16.Mai 07

Streik und Kundgebung mit den Kolleginnen und Kollegen in Saarbrücken.

Mit 180 Trierer Streikenden fand in Saarbrücken eine große Kundgebung zur Situation der Tarifauseinandersetzung bei der DT AG statt.
Die Redner fanden trotz schlechten Wetters einen großen Beifall zu ihren Beiträgen.
Oskar Lafontäne fand als Gastredner, von allen (Freund und Feind) eine uneingeschränkte Zustimmung zu seinen Aussagen, diese waren fachlich verständlich und gaben ein Bild der Realität des Wirkens der Heuschrecken in der BRD wieder.

Manfred Fritschen